2025 – IQFoil International Games, Cadiz (ESP)

Cadiz, Spanien – Abschluss Wintertraining und IQfoil International Games
Anfang März flogen wir nach Cadiz für ein Trainingscamp und anschliessend fanden die International Games in Cadiz statt. Zuerst trainierten wir eine Woche unter anspruchsvollen Bedingungen mit sehr hohen Wellen und heftigem Wind. Danach fanden vom 5. bis 9. März die International Games statt. Nach einem sehr guten Wintertraining fühlte ich mich gut vorbereitet und war bereit für den ersten Wettkampf im 2025.
Der erste Tag begann sogleich mit starkem Wind und drei Meter grossen Wellen – Bedingungen, die mir sehr liegen. Ich beendete den Tag auf dem 2. Platz. Trotz einiger Stürze war es ein erfolgreicher Auftakt. Im ersten Rennen kollidierte ich mit einem anderen Fahrer, was zu einem beschädigten Brett führte. Nach den Rennen wurde ich vom Protestkomitee für diesen Lauf disqualifiziert, da ich die Starboard-Port-Regel nicht eingehalten hatte. Spielte aber nicht weiter eine Rolle, da dieser Lauf mit einem Streicher aus der Wertung kam.
Am zweiten Tag hatten wir leichten Wind und fuhren vier Rennen, von denen ich zwei gewann und zweimal Zweiter wurde – ein deutlich besserer Tag als der erste.
Am dritten Tag war der Wind zu stark für uns Junioren (30-45kt) und nur die Männer durften aufs Wasser. Doch selbst von ihnen schaffte es nur die Hälfte ins Ziel.
Am letzten Tag der Qualifikation fuhren wir vier Rennen. Ich gewann erneut zwei davon, hatte jedoch in den anderen beiden jeweils einen Sturz. An diesem Tag fuhren wir erstmals das neue Slalom-Race-Format mit einem Up-Wind-Start. Meiner Meinung nach nimmt dieses Format dem Rennen etwas die taktische Komponente und erschwert es, Plätze gutzumachen. Ich beendete die Qualifikation auf dem 2. Rang und qualifizierte mich damit direkt für das Grand Final im Medal Race.
2025 wird das Medal Race erstmals in einem neuen Format ausgetragen. Es findet immer am letzten Tag statt und umfasst die Top 8. Die Teilnehmer auf den Plätzen 5 bis 8 müssen sich im Viertelfinale beweisen, wobei die beiden besten ins Halbfinale aufsteigen. Dort qualifizieren sich die zwei Schnellsten für das Grand Final, in dem sie gegen die beiden Erstplatzierten der Qualifikation um den Sieg kämpfen.
Im ersten Lauf des Grand Finals startete ich gut und lag bei der ersten Tonne gleichauf mit dem Franzosen Kylian, der die Qualifikation als Erster beendet hatte. Das gesamte Rennen über kämpfte ich um den Sieg und attackierte mit einer frühen Wende im letzten Up-Wind gegen Kylian. Ich gab alles, doch es reichte am Ende leider nicht für den Sieg, und ich belegte einen starken 2. Platz.
Nach einem eher schwierigen letzten Jahr bin ich sehr zufrieden mit diesem Ergebnis. Ich freue mich, 2025 mit einem starken Wettkampf begonnen zu haben.